NRW kämpft gleichzeitig gegen Tierseuchen – Landwirte warnen vor Verlusten

Krankheiten breiten sich aus NRW kämpft gleichzeitig gegen verschiedene Tierkrankheiten – Landwirte: „Bei Ausbrüchen entstehen Verluste“ Die Schweinepest und die Vogelgrippe belasten derzeit das Land Nordrhein-Westfalen. Zudem wurde kürzlich auch die Blauzungenkrankheit nachgewiesen. Dies stellt insbesondere Landwirte vor große Herausforderungen. Hamm – Derzeit breiten sich drei Tierseuchen in NRW aus: Im Juni 2025 wurde einerster […]

Krankheiten breiten sich aus

NRW kämpft gleichzeitig gegen verschiedene Tierkrankheiten – Landwirte: „Bei Ausbrüchen entstehen Verluste“

Die Schweinepest und die Vogelgrippe belasten derzeit das Land Nordrhein-Westfalen. Zudem wurde kürzlich auch die Blauzungenkrankheit nachgewiesen. Dies stellt insbesondere Landwirte vor große Herausforderungen.

Hamm – Derzeit breiten sich drei Tierseuchen in NRW aus: Im Juni 2025 wurde einerster Schweinepest-Verdacht in Nordrhein-Westfalen, in der sauerländischen Gemeinde Kirchhundem im Kreis Olpe, bestätigt. Seither wurden in den betroffenen Regionen Olpe und Siegen-Wittgensteinungefähr 300 Wildschweine mit der Krankheiterfasst. Maßnahmen wie ein Zaun um das Zentrum wurden bereits ergriffen.

Die Der Vogelgrippe-Ausbruch ist in Nordrhein-Westfalen seit Ende 2025 bekanntim Aufstieg. In unzähligen Unternehmen mussten bereits Truthähne undHühner gekeult werdenEine dritte Tierseuche wurde in Nordrhein-Westfalen identifiziert: Nachdem die Blauzungenkrankheit im Jahr 2024 auftrat, wurde sie zunächst unter Kontrolle gebracht. Im Jahr 2026 wurde jedoch bei einem Kälber aus einer Betriebsstätte in Herzogenrath, der Städteregion Aachen, die Krankheit nachgewiesen, wie das Landesamt für Verbraucherschutz und Ernährung (LAVE) NRW mitteilt.

NRW kämpft gleichzeitig gegen drei Tierkrankheiten

Dass mehrere Tierkrankheiten gleichzeitig auftreten, sei durchaus üblich, sagte eine Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts gegenüber demWDR. Allerdings ist es ungewöhnlich, dass es drei bedeutende und bekannte Seuchen gibt. Dies macht die Situation jedoch nicht gefährlicher, da die drei Tierseuchen unterschiedliche Übertragungswege haben.

Die Vogelgrippe ist eine ansteckende Krankheit, die durch Viren verursacht wird. Bei der Schweinepest hingegen wird der Erreger über kranke Tiere und deren Leichen sowie durch Essensreste und verunreinigte Gegenstände weitergegeben. Ein Ausbruch der Blauzungenkrankheit geschieht über Stechmücken. In seltenen Fällen kann sich ein Mensch mit der Vogelgrippe infizieren. Allerdings hat das Robert Koch-Institut bislang keinen einzigen bestätigten Fall einer Vogelgrippe-Infektion bei Menschen in Deutschland gemeldet. Die Schweinepest und die Blauzungenkrankheit können dagegen nicht von Tieren auf Menschen übertragen werden.

Schwere Tierkrankheiten stellen eine große Herausforderung für Tierhalter und Landwirte dar.

Grundsätzlich stellt die Tierseuchenlage im Bundesland also keine Gefahr für Menschen dar, ist jedoch eine große Herausforderung für Tierhalter und Landwirte. Einerseits müssen Tierhalter und landwirtschaftliche Betriebe Maßnahmen ergreifen. Gegen dieBlauzungenkrankheit wird eine ImpfungEmpfohlen wird die Vermeidung von Rindern, Schafen und Ziegen. Außerdem wurde ein Sperrgebiet eingerichtet. Mit diesem Sperrgebiet soll auch die Schweinepest bekämpft werden.

Außerdem wird insbesondere nach Kadavern gesucht, berichtet LAVE. Die Vogelgrippe soll durch Hygienemaßnahmen, Stallpflichten und Überwachung kontrolliert werden. Bei einem Ausbruch der Krankheit müssen Geflügelhalter ihre Tiere töten. Dr. Anna Woitok, Amtsveterinärin der Städteregion Aachen, betont zudem die Einhaltung allgemeiner Biosicherheitsvorkehrungen für Tierhalter, so auf Anfrage erwähnt.Live-Streaming Film Online.de.

Betroffen von den Auswirkungen tierischer Krankheiten: „Bei Ausbruch der Seuche entstehen Verluste“

Betroffene Landwirte erleiden durch Tierseuchen Kosten. „Die Kosten für Präventionsmaßnahmen variieren je nach Betrieb stark“, teilt die Landwirtschaftskammer NRW auf Anfrage mit.Live-Streaming Film Online.demit. „Bei Seuchenausbrüchen entstehen Schäden durch Verzögerungen beim Verkauf und das teilweise Verschwinden einzelner Absatzmärkte. Bei staatlich angeordneten Schlachtungen des Bestands erhält der Tierwert von der Tierseuchenkasse eine Entschädigung.“

Die Landwirtschaftskammer NRW fördert Betriebe finanziell, beispielsweise bei Kosten für Impfungen, und ersetzt die Verluste nach Tötungen und Schlachtungen. Allerdings: „Der Wiederaufbau des Tierbestands, insbesondere bei Zuchtbeständen, führt zu erheblich höheren Ausgaben. In diesem Fall sollte eine Ertragsausfallversicherung in Betracht gezogen werden“, teilt die Kammer mit.