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Spinnen
Ihr Biss tut weh: Wohnt die Tapfelspinne in Deutschland?
Die Tapeten-Spinne wirkt beängstigend, ihr Biss kann schmerzhaft sein. Doch existiert dieses Spinnentier überhaupt in Deutschland?
Die gemeine Tapezierspinne ist besonders durch ihr Aussehen bekannt. Da sie mit der Vogelspinne verwandt ist, wirkt sie entsprechend bedrohlich. Wenn sie sich bedroht fühlt, kann sie auch zubeißen – dies ist auf jeden Fall schmerzhaft. Doch lebt dieses Spinnentier tatsächlich in Deutschland? Hier erhalten Sie die Antwort.
Die Gewöhnliche Tapeten-Spinne: Erscheinungsbild, Lebensweise und Biss
Die Gemeine Tapezierspinne ist nicht vielen Menschen bekannt, doch ihr Aussehen wirkt sehr beeindruckend. Dennoch lohnt es sich, auch ihre Lebensweise zu verstehen. Obwohl diese Einzelgängerin in Deutschland – wenn überhaupt – nur selten gesehen wird, kann das Wissen darüber, was ihren Biss auslöst, dennoch nützlich sein.
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Aussehen und Größe
Ihre Verwandtschaft mit der Vogelspinne ist leicht zu erkennen: Der Körper der Gemeinen Tapezierspinne ist kugelförmig, und ihre acht Beine sind stark. Die Farbe der Spinne variiert je nach Alter und unterscheidet sich nach Geschlecht. Weibchen besitzen eine dunkelbraune bis schwarze Färbung, während Männchen laut dem Reptilienportal reptilica.de heller und braun sind. Der Körper der Weibchen hat einen Durchmesser von 18 Millimetern, Männchen erreichen eine Größe von 10 Millimetern.
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Lebensweise
Die gewöhnliche Tapeten-Spinne lebt unter der Erde und ist vollständig abgeschirmt. Andere Spinnen oder Feinde beeinträchtigen das Tier selten, wie reptilica.de berichtet. Mit einem unterirdischen Netz aus Spinnenseide fängt sie ihre Beute. Dazu versteckt sie sich in einem gesponnenen Röhrenbau und wartet, bis ihr Opfer darüber läuft. Durch einen gezielten Biss zieht sie ihre Beute zu sich und flickt anschließend das entstandene Loch in der Röhre wieder. Die Spinne frisst Ameisen, Käfer und Hundertfüßer.
Während der Paarungszeit verlässt die Tapezierspinne ihre Isolation und trifft sich mit einem Männchen. Die Fortpflanzung ist erst erfolgreich, wenn das Männchen die weibliche Spinne durch ein Balzverhalten überzeugt hat. Danach lebt sie erneut alleine.
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Biss
Da die Gemeine Tapezierspinne eine Einzelgängerin ist, begegnet man ihr selten. Eine Begegnung kann man jedoch nicht vollständig ausschließen – insbesondere, wenn man beispielsweise mit den Händen in den Boden gräbt. Wenn sich an derselben Stelle eine Tapezierspinne niedergelassen hat, kann sie zubeißen. Für uns ist das schmerzhaft, aber für Menschen ist es in der Regel nicht gefährlich.
Hier wohnt sie: Verbreitung der Tapfenspinne in Deutschland
Die Gewöhnliche Tapfenspinne hat aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und ihres Jagdverhaltens zahlreiche Möglichkeiten, sich niederzulassen. Das Tier ist in ganz Europa verbreitet und kommt auch in Deutschland vor – also auch bei uns. Laut der Arachnologischen Gesellschaft e.V. ist sie hier insbesondere in den Mittelgebirgen und bis in den Norden Deutschlands anzutreffen.
Aufgrund ihres Lebens unter der Erde – sie legt ihre Eier bis zu einem Meter tief – ist das Spinnentier für uns selten zu sehen. Laut reptilica.de bevorzugt die Tapezierspinne Wälder, Heidelandschaften und Felder als Lebensraum.
Trotzdem sie in vielen Regionen vorkommen, nimmt ihre Population ab. Laut der Roten Liste ist dies vor allem auf die schwierige Wiederbesiedlung zurückzuführen, nachdem die Spinne ihr Lebensraum verloren hat. Dieses Tier spielt besonders eine wichtige Rolle in unseren Ökosystemen durch die Bekämpfung von Schädlingen.
