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Kosmera aus China, Teil des bisher für moderne Staubsauger und Haushaltsgeräte bekannten Unternehmens Dreame Technology, überlegt die Fertigung seiner geplanten Elektrofahrzeuge in Europa. Auf der Messe CES in den USA präsentierte das Unternehmen kürzlich zwei Batterie-Boliden als Vorschau auf seine ersten Modelle. Die Produktion könnte auch in Deutschland stattfinden.
Auf der CES stellte Kosmera viertürige Sportwagen-Prototypen mit flacher Karosserie vor: den Star Razer als leistungsstarker Straßen- und Alltagsgelände-GT sowie das noch dynamischere, aggressivere und aerodynamisch optimierte Modell Star Matrix. Die Elektrofahrzeuge unterscheiden sich optisch besonders an der Front: Der Star Razer wirkt glatter und straßenorientierter mit einer geschlossenen, klaren Frontpartie und integrierten Luftzuführungen. Der Star Matrix präsentiert eine aggressivere Front mit größeren Öffnungen, deutlich ausgeprägten Aerodynamikelementen und stärker hervortretenden Kanten.
Die beiden von Kosmera gezeigten E-Sportler verfügen über elektrische Motoren, die jeweils an jedem Rad angebracht sind und eine Leistung von 350 kW/467 PS erzeugen. Dank insgesamt bis zu 1500 kW/2040 PS, einem leichten Bau und einer besonders effizienten Aerodynamik soll die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als zwei Sekunden erfolgen. Beide Elektrofahrzeuge verwenden eine 800-Volt-Plattform, was eine schnelle Aufladung der 120-kWh-Batterie ermöglichen soll. Angaben zur Reichweite liegen noch nicht vor.
Europa-Produktion in Deutschland möglich
Kosmera hat während der CES auch offiziell die Suche nach einem neuen europäischen Werk für Elektrofahrzeuge begonnen. Dieses Projekt sei Teil einer mehrphasigen Produktions- und Innovationsstrategie in Europa mit einem Investitionsvolumen von mehreren Milliarden Euro – „und Deutschland als zentraler strategischer Schwerpunkt der ersten Phase“, so die Aussage.
Erste Gespräche mit mehreren deutschen Bundesländern über Energie, Infrastruktur und Förderbedingungen sind bereits im Gange. „Es werden direkte und indirekte Arbeitsplatzimpulse erwartet, der Aufbau lokaler Industriekompetenzen sowie die Einbeziehung deutscher und europäischer Zulieferer“, sagte Kosmera in einer Mitteilung zur CES.
Der gegenwärtige Fertigungsplan beinhaltet den Kauf von Grundstücken, den Bau von Anlagen, moderne Produktionsverfahren sowie die ökologische Verknüpfung und stellt eine mögliche Investition in Höhe von mehreren Milliarden Euro dar. Mit dem Ziel, innerhalb von drei Jahren eine jährliche Produktionskapazität von 300.000 Einheiten zu erreichen, wird der geplante Zeitraum vom Beginn bis zur ersten Produktion etwa 28 Monate umfassen – unter Vorbehalt der endgültigen Standortentscheidung und der behördlichen Zustimmung.
“3-in-1 Innovationszentrum” in Deutschland
Es ist geplant, einen „3-in-1 Innovation Hub“ in Deutschland zu errichten: Ein Pilotstandort mit einer jährlichen Kapazität von 10.000 Einheiten als „Showcase-Modell (Forschungszentrum, Inkubator, Transparente Fabrik)“, welches der erste Schritt eines regionalen Hochtechnologie-Clusters im Stil eines „Europäischen Silicon Valleys“ darstellt – in Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Start-ups und europäischen Venture-Capital-Partnern. Innerhalb von fünf Jahren soll ein Ziel von bis zu einer Million Fahrzeugen pro Jahr in Europa erreicht werden, unterstützt durch intelligente, hochautomatisierte und umweltfreundliche Produktionsverfahren.
„Europa ist ein weltweit führender Markt und ein potenzieller Mittelpunkt für moderne Fertigung, der für unsere globale Strategie von großer Bedeutung ist“, sagt Winter Chen, CEO von Kosmera. „Wir sind bereit, eng mit europäischen Partnern zusammenzuarbeiten, um eine verantwortungsvolle, innovative und nachhaltige industrielle Präsenz zu schaffen, die zur Zukunft der Mobilität in der Region beiträgt. Unsere Vision umfasst nicht nur eine modern ausgestattete Produktionsanlage, sondern auch lebendige Innovationszentren, die gemeinsam das nächste Kapitel des technologischen Fortschritts in Europa gestalten.“
Auch Elektrofahrzeuge der Marke Dreame geplant
Unter der Dachmarke Dreame Technology werden auch Elektrofahrzeuge angeboten. Der viertürige Sportwagen, der auf der CES vorgestellt wurdeNebula 1erzeugt mit vier Motoren 1399 kW/1902 PS und soll in 1,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Das erste Modell von Dreame für den Automarkt soll im Jahr 2027 bereit zur Produktion sein. Für den Sportwagen versprechen die Entwickler neben der starken Leistung auch ein aktives Aerodynamik-System. Über die Batterie und die Reichweite sowie die maximale Geschwindigkeit wurden bisher keine Angaben gemacht.
Mit dem Auto-Projekt hat Dreame Technology von Beginn an den weltweiten Markt ins Auge gefasst. Die Kernmarke zielt bewusst nicht auf den Preiskampf, sondern darauf, eine „Premium-Marke“ durch technologischen Mehrwert zu etablieren. Dazu nutzt das Unternehmen eine reif entwickelte Lieferkette für intelligente E-Fahrzeuge. Die umfangreichen internationalen Vertriebskanäle des Unternehmens sollen einen wichtigen Vorteil bei der Ausweitung seines Automobilgeschäfts im Ausland darstellen.