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Im Zoo von Köln gibt es etwas zu feiern, an dem Umweltschützerinnen und Umweltschützer lange gearbeitet haben: Erstmals ist bei den äußerst seltenen Madagaskar-Springratten Nachwuchs geboren worden.
Wie der Tierpark am Donnerstag (15. Januar) in einer Mitteilung bekanntgab, wurde das Junge Ende November im Madagaskarhaus geboren und versteckt im unterirdischen Tunnelnetzwerk der Nagetiere.
Erst fünf Wochen später wagte sich das Kleine zum ersten Mal in das Licht – und zwar „präzise zu Weihnachten“. Für das Team des Zoos war dies ein ganz besonderer Moment.
Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger verliehen dem Jungtier den Namen „Noely“, welches das madagassische Wort für Weihnachten ist. Das Geschlecht des Tieres ist bislang noch nicht bekannt.
Stolze Eltern: „Ako“ und „MJ“ haben jetzt Kinder
Die Eltern des Nachwuchses sind das 2,5 Jahre alte Tier „Ako“ und das weibliche Tier „MJ“, das fast zwei Jahre alt ist. Beide Tiere kamen im Jahr 2024 aus anderen europäischen Zoos nach Köln. Ihre Aufgabe war eindeutig: die Fortpflanzung dieser bedrohten Tierart.
Mit „Noely“ ist dieser Plan nun erfolgreich umgesetzt worden.Kürzlich gab es im Kölner Zoo eine traurige Nachricht, als ein Elefantenbaby tot zur Welt kam.

Mit einer Länge von etwa 30 Zentimetern und einem Gewicht von rund einem Kilo sind Madagaskar-Springratten die größten Nagetiere auf der Insel vor der Ostküste Afrikas, wie der Kölner Zoo berichtet. Die Tiere leben ausschließlich vegetarisch, sind nachtaktiv in trockenen Wäldern unterwegs, bauen weit verzweigte Höhlen und bleiben ihr Leben lang Paare. Normalerweise wird jährlich nur ein einziger Junge geboren. Aus diesem Grund ist jede Geburt ein wichtiger Schritt für den Artenschutz.
Zoologische Studien bringen bedeutende Erkenntnisse hervor
Die Struktur von Populationen in Zoos wird als wesentlich für die Erhaltung ihrer Bestände betrachtet. Gleichzeitig liefern die Tiere wichtige wissenschaftliche Informationen: Im Kölner Zoo wurden bereits zwei Bachelorarbeiten zu dieser Art geschrieben, und derzeit wird eine Studie über das Familienleben der Springratten durchgeführt.
Die ökologische Bedeutung ist mittlerweile ebenfalls eindeutig: „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben bereits festgestellt, dass die Madagaskar-Springratte in der Natur eine wesentliche ökologische Funktion als Beute für Schlangen, Raubvögel und das bekannteste Jägertier, die Fossa, hat.“ Sollte die Springratte verschwinden, würde auch für andere Arten die Gefahr bestehen.
Madagaskar ist eines der Zentren für globale Artenvielfalt. Etwa 90 Prozent der dort vorkommenden Wirbeltiere sind ausschließlich auf dieser Insel zu finden. Dieser einzigartige Lebensraum wird jedoch stark beeinträchtigt durch Abholzung, Brandrodung, den Klimawandel und die Jagd. Im Madagaskarhaus befinden sich viele stark bedrohte Tiere aus diesem Land – neben den Springratten verschiedene Lemurenarten, Tenreks und Geckos. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
