Putins Schlacht: Diese Technik könnte den Krieg verändern

Wladimir Putin plant den nächsten Angriff: Im Konflikt mit der Ukraine setzt der Kreml nun auf eine neue Drohnen-Offensive. Billige Kampfdrohnen des Typs Molniya-2 werden vermutlich in großen Mengen aus russischen Fabriken kommen – und erhalten eine wichtige Verbesserung. Dank Starlink-Satelliten können sie länger fliegen, treffen präziser und sollen Kiews Versorgungswege ins Visier nehmen. Wie […]

Wladimir Putin plant den nächsten Angriff: Im Konflikt mit der Ukraine setzt der Kreml nun auf eine neue Drohnen-Offensive. Billige Kampfdrohnen des Typs Molniya-2 werden vermutlich in großen Mengen aus russischen Fabriken kommen – und erhalten eine wichtige Verbesserung. Dank Starlink-Satelliten können sie länger fliegen, treffen präziser und sollen Kiews Versorgungswege ins Visier nehmen.

Wie der US-Thinktank Institute for the Study of War (ISW) am Dienstagmitteilte, hat Russland im Laufe des vergangenen Jahres erheblich in die Molniya-2-Drohne investiert. Die Fluggeräte der FPV-Klasse (First Person View) gelten als besonders widerstandsfähig gegenüber elektronischen Störsignalen.

Einige Modelle sind mittlerweile mit Starlink-Endgeräten ausgestattet, was ihre Reichweite stark erhöht. Gemäß dem Bericht kann ein Starlink-Modell bis zu 230 Kilometer fliegen – mehr als viermal so weit wie ähnliche Drohnen mit Mobilfunkverbindung.

Großangelegte Produktion – aber ohne Milliardenkosten

Laut dem ukrainischen Militärexperten Kostjantyn Maschowez hat Russland seit Januar 2025 erheblich in die Produktion der Molniya-2-Modelle investiert. Berichte über angeblich mehr als 900.000 hergestellte Drohnen mit Kosten von über einer Milliarde Dollar seien jedoch stark übertrieben, so Maschowez.

Die tatsächlichen Kosten seien ungefähr die Hälfte dieses Betrags. Der Drohntyp biete ein gutes Verhältnis von Preis zu Leistung und sei daher besonders geeignet für den breiten Einsatz durch russische Soldaten.

Neues Verfahren zur Erhöhung der Reichweite und gezielter Angriffe

Die Molniya-2-Varianten, die mit Starlink ausgestattet sind, sollen ab Dezember 2025 vom russischen Rubikon-Zentrum für unbemannte Technologien eingesetzt werden. Das ISW berichtet, dass diese technischen Fortschritte Teil einer Strategie seien, mit der Russland seine Fähigkeit zur sogenannten Luftzwischenwirkung („Battlefield Air Interdiction“) an der Front verbessern wolle.

Das Ziel solcher Angriffe besteht darin, die ukrainische Versorgungskette zu beeinträchtigen – beispielsweise durch gezielte Angriffe auf Straßen, Eisenbahnstrecken oder Brücken im inneren Gebiet.

Dementsprechend zielt Russland mit diesen Maßnahmen darauf ab, die Versorgung der ukrainischen Soldaten an der Front zu erschweren. Dadurch sollen anschließende Offensiveinsätze einfacher werden. Laut Einschätzung des ISW wird Moskau auch in Zukunft auf die Herstellung kostengünstiger, effizienter Drohnen setzen, um Geländegewinne zu erzielen und Druck auf die ukrainische Armee auszuüben.

Die „Molniya-2“ wirkt auf den ersten Blick unscheinbar – doch hinter dem einfachen Design verbirgt sich ein gefährliches Fluggerät. Laut russischen Medien ist die Drohne besonders kostengünstig herzustellen und leicht zu bedienen. Sie ist in der Lage, bis zu sechs Kilogramm Sprengstoff zu tragen.

Seit Beginn des Angriffskrieges hat Russland über 13.300 Raketen und mehr als 142.300 Drohnen in die Ukraine geschleudert, wie der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, am 13. Januar bekanntgab.

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