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Manchmal erkennt man erst, wenn man in seinen eigenen Haushalt schaut, dass Technik nicht nur voranschreitet, sondern auch unauffällig hinterherholt. Viele Geräte wirken vertraut und funktionieren irgendwie – und gerade das ist so täuschend. Denn während man denkt, gut ausgestattet zu sein, hat die restliche Welt bereits weitergemacht. Es ist also an der Zeit für einen kleinen, zärtlichen Realitätscheck.
#1 Festnetztelefon

Es beginnt meist harmlos: „Das ist ja praktisch für alle Eventualitäten.“ Und plötzlich ist wieder ein Festnetztelefon vorhanden, das an einen Ort, ein Kabel und eine Zeit gebunden ist, in der die Erreichbarkeit noch überschaubar war. Während das Smartphone mittlerweile alles kann und stets zur Hand ist, wartet das Festnetz geduldig auf Anrufe, die kaum noch jemand tätigt – außer Werbeanrufer.
#2 Navigationsgerät fürs Auto

Ein eigenständiges Navigationsgerät wirkt auf die eine oder andere Weise vertrauenswürdig, so selbstständig. Nur leider ist es nie über die aktuellen Verhältnisse auf der Straße informiert, es sei denn, man hat es kürzlich aktualisiert. Per Kabel. Auf dem Computer. Irgendwann. Währenddessen leitet Google Maps bereits seit Minuten alle anderen um den Stau herum.
#3 Drucker für „jede Situation“

Der Druckerwird selten genutzt, ist aber stets vorhanden – wie ein unauslöschliches schlechtes Gewissen. Wenn man ihn dann doch benötigt, passiert garantiert etwas: Papierstau, leere Tinte oder kein Internetzugang. Dennoch wird er gekauft, meist um Rechnungen oder Bahntickets zu erhalten, die man problemlos auf dem Smartphone speichern könnte.
Boomer, und weiter? Heinz Bude porträtiert in seinem Buch„Abschied von den Boomern”eine Generation, die das Lebensgefühl der vergangenen Jahrzehnte geprägt hat und nun Abschied nimmt.
#4 Digitalkamera für Urlaubsfotos

Sie erstellt zweifellos schöne Fotos, das ist klar. Doch diese Bilder verschwinden meist auf einer Speicherkarte, die niemals abgelesen wird. Während das Smartphone mittlerweile oft sogar bessere Aufnahmen macht, diese automatisch sortiert, sichert und teilt, bleibt dieKameraein Gerät für Menschen, die Fotos schießen – aber sie selten betrachten.
Die Ausnahme: Leidenschaftliche Hobbyfotograf*innen mit teuren Profimodellen oder Berufsfotografen.
Aufgrund dieser Tipps sehen deine mit dem iPhone aufgenommenen Bilder aus wie von einem Fotografen:
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#5 CD- oder DVD-Player

Er befindet sich dort, meist unter dem Fernseher, und erinnert an eine Zeit, in der Medien noch physisch besessen wurden. Heute wird er vor allem aus Gewohnheit aufbewahrt, obwohl Streaming längst bequemer ist. Doch entsorgen? Dafür sind einfach zu viele Erinnerungen damit verbunden.
„Boomer gegen Zoomer”Rechtsanwalt Daniel Goffart und Journalistin Angelika Melcher aus der Wirtschaftswoche beantworten in ihrer gemeinsamen Arbeit alle Themen, über die sich an jedem Essensort gestritten wird.
#6 Desktop-Computer für privaten Gebrauch

Groß, unbeweglich und ursprünglich für Dinge gedacht, die man heute bereits unterwegs erledigt. Dennoch bleibt man weiterhin am Schreibtisch, um E-Mails zu prüfen oder Überweisungen vorzunehmen. Nicht weil es besser ist, sondern weil es vertraut ist. Für Gamer*innen machen wir hier selbstverständlich eine Ausnahme 😉
Am Schluss geht es nicht darum, alles Alte sofort zu verwerfen oder jedem Modeerscheinen hinterherzulaufen. Doch Technologie sollte das Leben vereinfachen, nicht unnötig komplizierter oder sentimental machen.
Wer gelegentlich fragt, warum ein Gerät noch vorhanden ist, hat meist noch nicht den Anschluss verloren. Und die übrigen haben nun zumindest ein interessantes Thema für das nächste Kaffeetrinken.
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