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Ist das realistisch?
Ein Start-up nimmt Buchungen für das erste Mondhotel entgegen – zu sehr hohen Preisen
Während NASA und China um die Vorreiterrolle bei Mondlandungen kämpfen, plant ein Unternehmen bereits ein Hotel auf dem Erdtrabanten – und die Idee geht noch weiter.
München – Zwölf Personen haben bisher den Mond besucht. In den nächsten Jahren könnten noch einige Namen hinzukommen, falls esnach dem „Artemis“-Programm der US-Raumfahrtorganisation NASA geht. Und auch China plant, bis 2030 eine Mannschaft auf dem Mond zu stationieren.Es gab seit 1972 keine mehr bemannten Mondlandungen, sondern nur noch unbemannte Landungen.treffen häufiger daneben, als sie richtig waren– in diese Situation kommt eine unerwartete Nachricht. – in diese Situation bricht plötzlich eine überraschende Nachricht ein. – in diese Situation taucht eine unvorhergesehene Nachricht auf. – in diese Situation erreicht eine überraschende Nachricht den Betreffenden. – in diese Situation stößt man auf eine erwartete Nachricht.
Ein amerikanisches Start-up bietet nunmehr Buchungen für Hotelzimmer auf demMondAngeboten wird eine Chance auf einen Platz im ersten Mond-Hotel, wobei zwischen 250.000 und einer Million US-Dollar gezahlt werden müssen, so auf der Website von GRU Space zu lesen. GRU steht für „Galactic Resource Utilization“, was mit „Nutzung galaktischer Ressourcen“ übersetzt wird – das Unternehmen blickt also über den Mond hinaus.
Wie teuer wird ein Hotelzimmer auf dem Mond sein? Es wird bestimmt nicht billig sein.
Doch dies soll das erste Ziel sein. Wie viel ein Hotelzimmer auf dem Mond tatsächlich kosten wird, ist noch nicht bekannt. „Der endgültige Preis ist bisher noch nicht festgelegt, wird jedoch voraussichtlich mehr als 10 Millionen Dollar betragen“, heißt es.auf der Unternehmenswebsite. Das klingt unwahrscheinlich? Das ist es tatsächlich, schreibt der erfahreneRaumfahrt-Journalist Eric Berger bei Arstechnica– ergänzte jedoch: „Aber es ist nicht grundlos.“
Bislang ist geplant, dass GRU Space 2029 eine zehn Kilogramm schwere Last auf einem kommerziellen Mondlandevehikel absetzt und damit die Funktionsfähigkeit einer aufblasbaren Struktur zeigt. Zudem soll Mondgestein in Mondziegel umgewandelt werden. In einer zweiten Mission soll eine größere aufblasbare Struktur zum Mond transportiert werden.
Das erste Mondhotel wird eine aufblasbare Konstruktion sein
Das erste Hotel wird eine aufblasbare Konstruktion sein, die im Jahr 2032 zum Mond fliegen soll. In ihr können gleichzeitig vier Personen untergebracht werden. Später ist geplant, eine komplexere Struktur zu errichten, die aus Mondziegeln gebaut wird. Doch warum überhaupt ein Hotel auf dem Mond bauen? Skyler Chan, Gründer von GRU Space erläutert dies beiArstechnica so: „SpaceXerrichtet FedEx, um uns zu erreichen, doch es muss ein Ziel geben, das es wert ist, dort zu bleiben.
Derzeit herrscht großes Interesse und Betrieb um den Mond:Private Unternehmen bauen Landegeräte, die sie – mit unterschiedlichem Erfolg – zum Mond geschickt haben. SpaceX entwickelt das „Starship“, das viele Menschen gleichzeitig ins All transportieren soll. Und die NASA arbeitet daran, erneut Menschen auf dem Mond landen zu können – mit Unterstützung der privaten Raumfahrt. Doch wer – außer den Raumfahrtorganisationen – sollten eigentlich die zukünftigen Kunden sein?
Reiseziel Mond
Der Mond als Reiseziel – wie reizvoll wäre das eigentlich? Auf dem Mond ist es zwei Wochen lang hell, danach zwei Wochen lang dunkel und entweder sehr heiß (bis zu 123 Grad Celsius) oder extrem kalt (bis zu -233 Grad Celsius). Sauerstoff und Wasser sind ebenfalls nicht vorhanden. Dafür bietet sich – je nach Standort – ein beeindruckender Ausblick auf den sogenannten „earthrise“, also den Aufstieg der Erde. Zudem könnte man den Sternhimmel ohne Lichtverschmutzung und störende Luftschichten beobachten. – allerdings müsste man stets einen Raumanzug tragen, wenn man draußen ist.
Raumtourismus zum Mond: Und danach geht es weiter zum Mars
Chan betont in dem Gespräch mit Berger: „Es wurde mir klar, dass wir eine dritte Säule schaffen mussten: dieWeltraumtourismus-Branche. Wir könnten einen etablierteren Markt auf den Mond ausweiten und dort das erste Hotel errichten. Und sobald wir das Hotel auf dem Mond gebaut haben, können wir unsere Infrastruktur erweitern, also Straßen, Lagerhallen und Basislager. Und dann können wir das auf demMars wiederholen.“
Das erscheint möglicherweise unrealistisch – doch Experten sagten vor 2015 ebenfalls, dass die Wiederverwendung von Raketen nicht realisierbar sei. Danach gelang es SpaceX erstmals, eine „Falcon 9“ zu landen – und mittlerweile ist diese Rakete die mit den meisten Starts (und Landungen) im Jahr.(Quellen: Arstechnica, eigene Forschung) (tab)
